Belgien und die Justiz…oder…was soll man davon halten?

                        Einleitung

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Laut Wikipedia wird unter Rechtspflege oder auch Justiz verstanden…

Rechtspflege(Justiz) im materiellen Sinn ist die Anwendung des Rechts auf den Einzelfall durch den Staat bzw. durch seine Organe (der Rechtspflege) (Behörden). Rechtspflege im formellen Sinn ist der Sammelbegriff für sämtliche von den Gerichten und von weiteren Organen der Rechtspflege wahrgenommenen Aufgaben und Angelegenheiten.
Rechtspflege ist im weiteren Sinne Sorge für einen geordneten Ablauf der Rechtsbeziehungen zwischen den Menschen.Wikipedia

                  Hauptteil

Der Fall von Marc Dutroux

Wer ist Marc Dutroux ?

Marc Dutroux ist geboren am 6. November 1956 in Ixelles/Elsene in der Region Brüssel ist ein belgischer Mörder und Sexualstraftäter.

      Einen kleinen Auszug

1983 wurde Dutroux wegen der Entführung und Vergewaltigung einer 48-jährigen Frau angeklagt, die er laut Aussage mit einer Rasierklinge bedroht habe, jedoch wurde das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt.

1984 fand man nahe Brüssel die Leiche einer jungen Frau, mit der Dutroux später in Verbindung gebracht wurde, da Zeugen von einem „Marc aus Charleroi“ berichteten, mit dem das Opfer bekannt gewesen sei, jedoch blieb der Fall ungeklärt.

1986 wurde Dutroux mit seiner Lebensgefährtin Michelle Martin wegen Entführung und Missbrauchs von fünf „jungen Frauen zwischen zwölf und 19“verhaftet; Dutroux hatte pornographische Aufnahmen von seinen Taten gemacht, um diese zu verkaufen. . Dies war offenbar eines seiner Motive. 1989 wurde Dutroux daraufhin zu 13 Jahren und sechs Monaten Freiheitsentzug verurteilt.

1992 wurde Dutroux begnadigt, nachdem er drei Jahre im Gefängnis verbracht hatte. Seine Mutter sprach sich in einem Brief an den Gefängnisdirektor dagegen aus.

Nach Dutrouxs Entlassung bescheinigte ihm der Psychiater Emile Dumont eine seelische Schädigung aufgrund der Haft mit resultierender Erwerbsunfähigkeit auf Lebenszeit, deretwegen er eine staatliche Rente bekam, und verschrieb ihm Schlafmittel und Sedativa, die er später zur Betäubung und Ermordung seiner Opfer einsetzte.

Am 24. Juni 1995 wurden Melissa Russo (8) und Julie Lejeune (8) entführt, in Dutrouxs Zelle gefangen gehalten und mehrfach sexuell missbraucht, wieder zu dem Zweck des Handels mit der so erstellten Pornographie. Am 22. August 1995 wurden Eefje Lambrecks (19) und An Marchal (17) entführt und ebenfalls zum Zweck der Pornographieherstellung vergewaltigt. Da sich im Kellerverlies bereits die beiden achtjährigen Mädchen befanden, sperrte Dutroux Eefje und An im ersten Stock des Hauses ein.

Die Straftaten von Marc Dutroux ist ziemlich lang und was man aus Physischo – Horror Filmen kennt hat dieser Mann und seine Frau in der Tat umgesetzt u.a..Kinder die er Entführt hatte und verhungern ließ.

Michelle Martin

Seine Komplizin und damalige Frau Michelle Martin wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, ist 2012 nach insgesamt 16 Jahren aber mittlerweile wieder freigekommen.

Während Marc Dutroux eine Haftstrafe verbüßte, sollte sich Michelle Martin um die „Pflege“ der beiden Mädchen Julie und Melissa kümmern, diese waren von Martin und Dutroux entführt und missbraucht worden. Michelle ließ die Mädchen jedoch verhungern, als Begründung dafür gab sie an, dass ihr Julie und Melissa „wie wilde Tiere” vorgekommen seien, „die mich angreifen würden”:„Ich hatte so große Furcht, dass ich die Kellertreppe auf allen Vieren rückwärts hinabgestiegen bin”.

Ermittlungspannen

Bei den Ermittlungen gab es immer wieder Pannen. So lag den Ermittlern schon im August 1995, einen Monat nach der Entführung von Mélissa und Julie, ein Bericht vor, in dem Dutrouxs vormaliger Komplize Claude Thirault, der der Polizei bereits als Handlanger bei Dutrouxs Raubüberfällen bekannt war, behauptete, Marc Dutroux hätte ihm Geld geboten, damit er auf einem Dorffest junge Mädchen entführe. Dafür wurden ihm 150.000 Franc (etwa 3.700 Euro) in Aussicht gestellt. Ferner baue Dutroux im Keller eines seiner drei Häuser Zellen.

Trotz dieses Berichts und der Vorstrafe des Beschuldigten wurde das Anwesen Dutrouxs erst im Dezember 1995, vier Monate nach diesem Bericht, durchsucht, als die vorübergehende Inhaftierung Dutrouxs aufgrund von Autodiebstählen erfolgte. Die neu eingezogene, frisch verputzte Wand fiel den Ermittlern bei der darauffolgenden Durchsuchung trotz der Kinderstimmen nicht auf.
Am 28. Mai 1996 entführte Dutroux die zwölfjährige Sabine Dardenne, indem er sie in seinen Transporter zerrte. Am 9. August widerfuhr dies auch der 14-jährigen Laetitia Delhez. Bei der polizeilichen Ermittlung wurde ein Augenzeuge gefunden, der sich einen Teil von Dutrouxs Autokennzeichen gemerkt hatte. Darauf wurden am 13. August Marc Dutroux, Michelle Martin und der Komplize Michel Lelièvre verhaftet, am darauf folgenden Tag auch der Komplize Michel Nihoul. Eine Durchsuchung von Dutrouxs Häusern blieb wieder ergebnislos, worauf Dutroux die Beamten auf das versteckte Kellerverlies hinwies, aus dem die Polizei am 15. August 1996 Sabine und Laetitia befreien konnte. Dutroux führte die Fahnder am 17. August zu den Leichen der verhungerten achtjährigen Mädchen sowie dem ermordeten Komplizen Bernard Weinstein, den Dutroux zusammen mit den Mädchen im Garten eines seiner Häuser vergraben hatte. Am 3. September erklärte Dutroux der Polizei, wo die Leichen von An und Eefje zu finden waren.

Die toten Zeugen

Von 2001 verstarben während der Ermittlungszeit nach Dutrouxs Verhaftung 27 Zeugen, die im Prozess aussagen wollten. Der Staatsanwalt Hubert Massa beging im Juli 1999 Suizid. Doch konnte kein eindeutiges Motiv geklärt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Zeugen umgebracht wurden, um sie zum Schweigen zu bringen.

               Die Flucht
Im April 1998 kam die nächste schwerwiegende Panne: In einem Gerichtsgebäude entriss Dutroux einem seiner Bewacher die Dienstwaffe und floh. Nachdem tausende Beamte fast vier Stunden im Großeinsatz waren, fanden ihn Spürhunde in einem Waldstück. Als Reaktion auf diesen Vorfall traten Innenminister Johan Vande Lanotte, Justizminister Stefaan De Clerck sowie Polizeichef Willy Deridder von ihren Ämtern zurück. Einem Beamten sagte Dutroux kurz nach der Festnahme: „Ich bin glücklich, wenn ich das Chaos sehe, in das ich Belgien gestürzt habe“

Auswirkungen für Belgien

Viele Bürger wurden mit der Zeit dem Staat gegenüber misstrauisch. Sie glauben, dass die Reichen und Mächtigen des Landes gedeckt werden, während der Staat, Justiz und Polizei die Normalbürger nicht zu schützen wissen.

Innerhalb und außerhalb des Landes wurde Belgien in den Medien aufgrund des Falles Dutroux schnell zum „Land der Kinderschänder“ erklärt; so sagte etwa der belgische Polizist Patrick Debaets über seine Ermittlungen in dem Fall: „Sobald man gegen Pädophilie vorgehen will, stößt man auf ein System von Protektionen und bekommt sofort Probleme. In Belgien hat der größte Teil der Presse die Opfer und die Ermittler lächerlich und unglaubwürdig gemacht, um selbst eben keine Probleme zu bekommen.

T- Online schrieb am 20.Juni 2014
Zehn Jahre sind vergangen. Zehn Jahre, in denen die Belgier nicht vergeben haben. Zu ungeheuerlich waren die Verbrechen des Kinderschänders und Mörders Marc Dutroux, der immer noch als der meistgehasste Verbrecher Belgiens gilt. Sechs Mädchen und junge Frauen hatte Dutroux in den 90er Jahren entführt, in einem Kellerverlies gefoltert und vergewaltigt – vier von ihnen starben. Vor einem Jahrzehnt, am 22. Juni 2004, wurde der Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt. Seitdem schaffte Dutroux es immer wieder in die Schlagzeilen.
Auch wenn Dutroux weiter für gefährlich gehalten wird, heißt das nicht, dass sein Streben nach Freiheit zu Ende wäre. Er kann seinen Antrag auf Freilassung immer wieder stellen. Als Vorbild dient ihm seine ehemalige Frau und Komplizin Michelle Martin, die bereits auf freiem Fuß lebt. Allerdings war Martin an den Taten nur beteiligt – sie hatte zwei Opfer verhungern lassen – und hat zudem ihre Taten öffentlich bereut. Auch Dutroux dürfte nicht locker lassen. Schon beim Urteil hatte er angekündigt: „Mein Kampf ist nicht zu Ende.“

                  Schlussteil

So viel zum Thema Justiz….
Das fällt schon ins Auge das bei dem Fall von Marc Dutroux etwas nicht stimmt.
Es hat den Anschein das hinter Marc Dutroux Leute stehen und die Fäden ziehen.Bis jetzt ist er noch im Gefängnis.

Veröffentlicht von Aufgewacht

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3 Gedanken zu “Belgien und die Justiz…oder…was soll man davon halten?

    1. Ich denke auch das es Fälle gibt die vertuscht werden bzw sie werden nicht wirklich aufgeklärt…Dinge lässt man zu das die Wahrheit nicht in die Öffentlichkeit kommt…oder bei manchen Täter gibt man mehr Raum…für Zwecke anderen Interessen….etc

      Gefällt 1 Person

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