Die transhumanistische Bewegung

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                         Vorwort
Es gibt eine Bewegung die immer mehr zunimmt und die Gesellschaft beeinflusst und verändert.Sie treibt es voran die Verschmelzung des Menschen mit Technologie. Was klingt wie Science-Fiction, ist vielleicht eine ernst zu nehmende Bedrohung für die nahe Zukunft und wird schon bald das Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen.

Zitat:

Zbigniew Brzezinski,1970

„Das technotronische Zeitalter beinhaltet den  allmählichen Obergang zu einer kontrollierten Gesellschaft.  Eine solche Gesellschaft würde von einer Elite beherrscht werden,  die nicht an traditionelle Werte gebunden ist.  Bald schon wird es möglich sein, eine nahezu kontinuierliche Überwachung jedes Bürgers durchsetzen und vollständige Dateien sogar mit aktuellen persönlichen Informationen über jeden Bürger zu unterhalten. Diese Dateien werden den Behörden in Echtzeit zur Verfügung stehen.“

Info:

Zbigniew Kazimierz Brzezinski,geboren 28. März 1928 in Warschau ist ein polnisch-US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Er war 1966–1968 Berater Lyndon B. Johnsons und von 1977 bis 1981 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. Er ist Professor für US-amerikanische Außenpolitik an der School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University in Washington, D.C., Berater am „Zentrum für Strategische und Internationale Studien“ (CSIS) in Washington, D.C. und Autor renommierter politischer Analysen. Daneben betätigt er sich als Berater für mehrere große US-amerikanische und internationale Unternehmen.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski

Zbigniew Kazimierz Brzezinski schrieb ein Buch mit dem Titel

Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft

Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft (The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives, 1997) ist der Titel der bekanntesten geopolitischen Monographie Zbigniew Brzezińskis. Ziel dieses Buches ist es, „im Hinblick auf Eurasien eine umfassende und in sich geschlossene Geostrategie zu entwerfen“. Die Vereinigten Staaten als „erste, einzige wirkliche und letzte Weltmacht“ nach dem Zerfall der Sowjetunion müssen ihre Vorherrschaft auf dem „großen Schachbrett“ Eurasien sichern, um so eine neue Weltordnung zu ermöglichen.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Die_einzige_Weltmacht:_Amerikas_Strategie_der_Vorherrschaft

                       Hauptteil

Transhumanismus  (abgekürzt als H+ oder h+) ist eine internationale und intellektuelle Bewegung, die den Zustand der Menschheit durch die Entwicklung und die Schaffung von allgemein verfügbaren ausgereiften Technologien verwandelt werden sollen.Ist eine philosophische Denkrichtung, die die Grenzen menschlicher Möglichkeiten durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern will. Die Interessen und Werte der Menschheit werden als „Verpflichtung zum Fortschritt“ angesehen.

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Bild oben:
Oscar Pistorius mit Fußprothesen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus

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Bild oben: Cover der ersten Ausgabe  H+ Magazin aus dem Jahr 1998

Forschung als Visionsgrundlage

Inspiration dafür finden Transhumanisten in der Grundlagenforschung. So ist es US-Wissenschaftlern beispielsweise gelungen, durch Lichtimpulse, die über ein Glasfaserkabel ins Gehirn von Mäusen geleitet wurden, die Aktivität einzelner Hirnzellen präzise zu steuern. Mit diesem optogenetischen Verfahren können sie die Maus beispielsweise auf Knopfdruck schlafen oder rennen lassen. Künftig könnte diese Methode Menschen bei Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie helfen. Aber auch Gesunde könnten beispielsweise ihre Stimmung auf Knopfdruck verändern, indem sie bestimmte Hirnregionen aktivieren.

In einem anderen Fall haben Forscher aus den USA und Brasilien die Gehirne zweier Ratten über das Internet miteinander verbunden. Wenn sie einer Ratte beibrachten, wie sie an Futter kommt, wurde diese Fähigkeit auch an die andere Ratte übertragen. Auch Menschen könnten einmal so verschaltet werden und weltweit Gedanken über das Netz austauschen. Laut Kurzweil werden wir dafür Computer entwickeln, die so klein wie Körperzellen sind – sogenannte Nanoroboter, die in unserem Körper arbeiten und die entsprechenden Daten ins Netz transferieren.

* Neue Technologien sollen künftig nicht nur Kranke heilen, sondern auch Gesunde verbessern.

* Transhumanisten prophezeien, dass wir bald ein Backup unseres Ichs erstellen können.

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Radikale Transhumanisten denken weit darüber hinaus. Ihr Ziel ist es, die Einheit von Körper und Geist ganz aufzulösen. Sie hoffen, dass es uns künftig gelingt, unser Wissen, unsere Fähigkeiten und unsere Persönlichkeit zu digitalisieren. Dieses digitale Ich könnten wir dann in beliebige virtuelle Körper und virtuelle Welten hochladen. So könnten wir ewig leben und wären nicht mehr auf unsere sterbliche Hülle angewiesen.

Quelle: http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/naechste-evolutionsstufe104.html

Info: . Zoltan Istvan Gyurkó (geboren 1973) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, Futurist,  Philosoph und ein Transhumanist. Er hat auch als Reporter für den National Geographic Channel  und  für The Huffington Post gearbeitet.
Quelle: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Zoltan_Istvan

Zoltan Istvan: Er ist das Gesicht einer zunehmenden Bewegung, welche unser Verständnis der Welt verändern und die Grenzen des Menschseins durchbrechen will: Transhumanismus.

Pure Science-Fiction? Der nächste Schritt in der menschlichen Evolution? Oder, wie es Francis Fukuyama formulierte, tatsächlich eine der gefährlichsten Ideen, welche die Menschheit jemals hatte? Eins steht fest: Zoltan Istvan möchte nicht nur über Transhumanismus philosophieren, sondern es auch realisieren.

Quelle: https://www.freitag.de/autoren/janrebuschat/das-ende-des-menschseins

Interview mit Roland Benedikter:

Am wichtigsten ist vielleicht, dass die radikale Technikcommunity zur konkreten politischen Kraft wurde – mit Wachstumsperspektive, aber ungewissem Ausgang, sagt der in den USA tätige Politologe und Soziologe Roland Benedikter. Er ist Mitautor zweier White Papers des Pentagon und des U.S. Generalstabs über die Zukunft von Neurotechnologie und Neurokriegsführung.

In Ihrem gemeinsam mit Pentagon-Berater und Georgetown-Neuroethiker James Giordano verfassten Buch „Neurowissenschaft und Neurotechnologie: Wie sie unsere Zukunft beeinflussen werden“ sagen Sie, dass diese beiden Gebiete in den kommenden Jahren möglicherweise größere Änderungen herbeiführen werden als die herkömmliche Politik oder Wirtschaft. Der Grund: Die Technik wird zur immer bestimmenderen gesellschaftlichen Kraft – und zwar nicht nur sektorial oder national, sondern global.

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Roland Benedikter: Ja, die Technik zeichnet sich nun als konkrete politische Kraft ab, doch das traditionelle Politische ist darauf kaum vorbereitet. Was heute in einem einzigen Jahr beispielsweise an der Schnittstelle zwischen menschlichem Gehirn und Technik geschieht, ist bis vor kurzem nicht in einem Jahrzehnt geschehen. Es handelt sich um eine exponentielle Entwicklung. Die Technisierung von Gesellschaft und Mensch erfolgt unter anderem am Hebel einer Medizin, die – etwa in Gestalt der Neurokriegsführung – immer stärker auch militärisch genutzt wird. Sie wird durch die Befürworter des „Human Enhancement“ („Verbesserung des Menschen“), das Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker über Sprach- und Ideologiegrenzen hinweg verbindet, als fortschrittlicher Transformationspfad des 21. Jahrhunderts propagiert.

Das ganze Interview…

Quelle: http://m.heise.de/tp/artikel/43/43788/1.html

Süddeutsche Zeitung 8. Juni 2013

Die vielleicht gefährlichste Idee der Welt
Intelligenter, gesünder, stärker und immer glücklich – Transhumanisten wollen die Grenzen der Biologie einreißen und den Menschen mit allen verfügbaren Mitteln optimieren. Eine gruselige Vorstellung.

Der Begriff Transhumanismus ist nicht neu. Er wurde bereits in den 1930er-Jahren von dem britischen Biologen Julian Huxley geprägt.

Der Transhumanist Aubrey de Grey beschreibt das Altern als schlimme Krankheit, weshalb mehr Geld in die Erforschung lebensverlängernder Technologien fließen sollte. Ray Kurzweil prognostiziert, dass in 20 bis 30 Jahren das menschliche Gehirn eingescannt, auf einen Computer hochgeladen und simuliert werden könne. Der Geist würde als Software weiterleben, vom biologischen Verfall befreit.

Der 65-jährige Ray Kurzweil behauptet von sich, täglich 250 Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken. Er habe damit einen Körper, der sich biologisch auf dem Stand eines 40-Jährigen befinde. Transhumanisten würden noch viel mehr mit sich machen, wenn sie es dürften. „Für die Vision des Transhumanismus ist nicht der Stand der Technik ein Problem“, sagt Natasha Vita-More, Vorsitzende von Humanity+. „Das Problem ist die Verteilung – wir möchten, dass jeder Mensch Zugriff auf alle technologischen Möglichkeiten hat, die seine Fähigkeiten verbessern könnten – ohne staatliche Regulierungen.“

Genau darin sieht der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das Problem. „Die Idee der Gleichheit des Menschen vor dem Recht setzt voraus, dass wir als Menschen etwas gemeinsam haben, das unabhängig von Hautfarbe, Schönheit oder Intelligenz existiert.“ Würden wir diese Essenz des Menschseins aufgeben, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Es war Fukuyama, der den Transhumanismus als die gefährlichste Ideologie der Welt bezeichnete.

Reinhard Heil vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie bleibt skeptisch, er hält diese Freiheit für eine Pseudo-Freiheit. „Es ist paradox, dass Transhumanisten einerseits eine moralische Pflicht sehen, die von ihnen geförderte Technologien einzusetzen, andererseits aber von Wahlfreiheit sprechen.“ Es könnte ein gesellschaftlicher Druck entstehen, der es schwierig mache, sich den technologischen Möglichkeiten zu entziehen.

In Deutschland tun sich die Transhumanisten schwer, Anhänger zu finden. Es gibt eine Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus („De:Trans“), doch in der öffentlichen Debatte um neue Technologien findet sie bislang kaum Beachtung.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/verbesserte-menschen-die-vielleicht-gefaehrlichste-idee-der-welt-1.1691220

Veröffentlicht von Aufgewacht

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