Vierfachmord von Rupperswil

Als Vierfachmord von Rupperswil wird ein Mordfall in der Schweizer Gemeinde Rupperswil im Kanton Aargau am 21. Dezember 2015 bezeichnet. Er zählt zu den aufsehenerregendsten Verbrechen der Schweizer Kriminalgeschichte, vor allem aufgrund der Kaltblütigkeit des mutmasslichen Einzeltäters in der Ausführung.Die Opfer standen nicht mit dem mutmasslichen Täter in Beziehung und kannten ihn nicht. Die Motive des nicht vorbestraften und zuvor polizeilich nicht aufgefallenen Tatverdächtigen sollen finanzieller und sexueller Art gewesen sein.

              Tathergang

Am 21. Dezember 2015 wurde die Feuerwehr zu einem Brand in einem Wohnhaus gerufen. Die Rettungskräfte fanden während der Löscharbeiten die Leichen von vier Menschen. Schnell wurde klar, dass die Opfer schon vor dem Brandausbruch getötet worden waren.

Das Verbrechen lief gemäss den Ermittlungen wie folgt ab: An diesem Morgen beobachtete der geständige Tatverdächtige das Haus einer Familie in Rupperswil. Zu dieser Zeit hielten sich dort die 48-jährige Mutter, ihr Lebenspartner, ihre 13 und 19 Jahre alten Söhne sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes auf. Der mutmassliche Täter wartete, bis der Lebenspartner der Mutter das Haus verliess und zur Arbeit ging. Dann verschaffte er sich mit einer List Zugang zum Haus, bedrohte den jüngeren Sohn und zwang dadurch die Mutter, den älteren Bruder und dessen Freundin mit Kabelbindern zu fesseln. Der Täter zwang die Mutter dazu, Geld in der nahen Bankfiliale und am Bancomaten abzuholen. Danach verging er sich sexuell an dem jüngeren Sohn und fesselte und knebelte dann auch ihn. Er schnitt allen Opfern die Kehle durch und steckte sie und das Haus mithilfe von Brandbeschleunigern in Brand, um seine Spuren zu beseitigen.

Für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens war im Februar 2016 eine Belohnung von 100’000 Schweizer Franken ausgesetzt worden, der höchste Betrag in der Schweizer Kriminalgeschichte.Die Ermittlungen erwiesen sich als schwierig, da keine Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und seinen Opfern bestand. Am 12. Mai 2016 wurde der mutmassliche Täter verhaftet; er konnte aufgrund von DNA-Spuren und Fingerabdrücken identifiziert werden. Da kein Hinweis aus der Bevölkerung zur Überführung des Tatverdächtigen führte, beschloss der Aargauer Regierungsrat, dass die ausgesetzte Belohnung als Bonus für die involvierten Ermittler ausgezahlt wird.

                   Täter

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Bild oben:
Beim Tatverdächtigen gefundene Materialien: Kabelbinder, Klebeband, Pistole und Fesseln

Bei dem geständigen Tatverdächtigen handelt es sich um einen zum Verhaftungszeitpunkt 33-jährigen Mann, der mit seiner Mutter 500 Meter vom Tatort entfernt in einem Haus in Rupperswil lebte. Er ist ledig und gab an, Student zu sein. Er wirkte als Juniorenfussballtrainer und als Koordinator der Seetal Selection, einer Kooperation der Vereine SC Seengen und FC Sarmenstorf im Juniorenbereich. Der Täter plante die Morde in Rupperswil und suchte die Opferfamilie sehr wahrscheinlich aufgrund seines sexuellen Interesses an dem jüngeren Sohn aus.

Bei der Verhaftung wurden in seinem Haus ein Rucksack mit einer alten Armeepistole (Pistole 1900/06/29), für die Fesselung vorbereitete Stricke und Kabelbinder sowie Klebeband sichergestellt. Die Polizei geht daher davon aus, dass der Täter weitere gleichartige Verbrechen plante.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vierfachmord_von_Rupperswil

Der Mordfall Seewen

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Der Vierfachmord von Rupperswil vor Weihnachten 2015, bei welchem der Täter in ein Haus eindrang und vier Menschen tötete, erinnerte an den Mordfall Seewen.

Der Mordfall Seewen gilt als grösstes ungeklärtes Verbrechen der Schweizer Kriminalgeschichte. Er ereignete sich in Seewen im Kanton Solothurn.

Am 2. Juni 1976, dem Mittwoch vor Pfingsten, wurden in einem hölzernen Wochenend-Haus Waldeggli im Bannwald etwas abseits des Dorfes Seewen im solothurnischen Schwarzbubenland unerkannt fünf Menschen ermordet.

Die Tat wurde von einer Passantin erst vier Tage später am Pfingstsonntag, dem 6. Juni 1976, aufgrund der Blutspuren und Patronenhülsen entdeckt. Die Täter hatten das Hausbesitzerehepaar, eine 80-jährige Verwandte sowie deren beide Söhne mit Kopfschüssen getötet.

Der Täter konnte in der Folge trotz intensiver Bemühungen nicht ermittelt werden, jedoch deuteten diverse Indizien darauf hin, dass es sich um einen Carl Doser handelte. 1996 fand man in einem Wohnhaus in Olten (Kt. Solothurn) anlässlich eines Umbaus hinter der Küchenkombination in einer Wohnung die Tatwaffe, eine abgesägte Winchester Replica, einen abgelaufenen Pass und weitere Dokumente.Deren Identifikation ergab, dass sie Carl Doser gehörten, der zur Tatzeit 29 Jahre alt war und 1977 die Schweiz verlassen hatte. Die Wohnung selbst gehörte Dosers Mutter. Gerüchten zufolge hatte sich Doser nach Afrika abgesetzt.[2] Eine Spur tauchte 1998 in Kanada auf: Zwei Schweizer Touristen wollten ihn in kanadischen Nationalparks gesehen haben; diese Zeugenberichte führten allerdings zu keinen Resultaten. So gilt das Kapitalverbrechen nach wie vor als ungeklärt.

Die Polizei hat die aktiven Ermittlungen eingestellt; seit 2006 – 30 Jahre nach der Tat – sind die Morde verjährt.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Seewen

Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/jetzt-spricht-der-neue-verdaechtige-im-mordfall-seewen-ich-wars-nicht-id2184243.html

Veröffentlicht von Aufgewacht

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10 Gedanken zu “Vierfachmord von Rupperswil

  1. Tatsächlich
    In der Schweiz verjährt Mord. In De nicht mehr*pha* Aber was sagt es über mich aus, das mich der Mordbericht zwar zum Lesen brachte. Aber die Tatsache das die Belohnung nicht einfach einkassiert wurde sondern dem Team gegeben wurde zu einem „ach ja“ brachte. Schon so abgestumpft? Erschreckend

    Gefällt 2 Personen

  2. mich würde interessieren was menschen antreibt, um zu einem mörder zu werden?
    in rupperswil war es wohl gier nach geld und eine sexuelle fehlleitung, denn der jüngste sohn wurde missbraucht.
    aber wer mit 33 noch bei muttern wohnt, hat meiner meinung eh einen schaden!

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