Der Cheops Skandal

Am 21.11.2013 veröffentlichte der Fokus diese Meldung

Das ägyptische Ministerium für Altertümer will drei Deutsche international zur Fahndung ausschreiben, weil sie in der Cheops-Pyramide Baustoff-Proben genommen haben. Minister Mohammed Ibrahim erließ am Donnerstag zudem ein generelles Verbot für private Besuche an allen archäologischen Stätten, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Damit reagierte er nach Angaben seines Ministeriums auf die negativen Erfahrungen, die man mit den deutschen Wissenschaftlern gemacht habe.
Der Chemnitzer Naturwissenschaftler Dominique Görlitz war nach eigener Aussage bereits im vergangenen April mit den Proben aus einer Kammer der Pyramide nach Deutschland zurückgekehrt. Sie werden derzeit in einem Labor des Institutes Fresenius in Dresden untersucht. Ein Mitarbeiter des Institutes erklärte, ihr Auftraggeber sei der Autor Stefan Erdmann. Er habe ihnen die „kleinen Splitterchen“ im Mai übergeben. Die in Ägypten arbeitenden deutschen Archäologen haben mit dem umstrittenen Forschungsprojekt nichts zu tun.
Quelle: http://m.focus.de/wissen/natur/geowissenschaft/skandal-in-aegypten-deutsche-nahmen-unerlaubt-proben-aus-cheops-pyramide_id_3421820.html

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Bild oben: die drei Pyramiden des Cheops (v. r.), des Chephren und des Mykerinos

Der Spiegel schrieb am 21.11.2013

Zwei deutsche Hobby-Archäologen haben in einer Kammer der Cheops-Pyramide Farbsplitter abgekratzt und nach Dresden geschafft. Der ägyptische Minister für Altertümer ist entsetzt. Er will nun Interpol einschalten.

Im Ministerium für Altertümer in Kairo sieht man dies gänzlich anders – mit einem Dummejungenstreich habe der Vorgang jedenfalls wenig zu tun, wie Minister Mohammed Ibrahim deutlich machte. Die Cheops-Pyramide sei doch kein Steinbruch, in dem sich jeder Hobbyforscher nach Lust und Laune einfach ein paar Brösel mitnehmen könne. Die Kairoer Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ berichtete am Donnerstag auf ihrer Internetseite, Ibrahim habe den Generalstaatsanwalt aufgefordert, gegen „drei deutsche Experten“ zu ermitteln. Außerdem wolle er die Hobby-Archäologen via Interpol zur Fahndung ausschreiben lassen.
Das wiederum versteht Erdmann nicht. Er hatte die Proben aus Ägypten umgehend in das Fresenius-Institut in Dresden gebracht, um sie dort untersuchen zu lassen. „Wir werden die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit teilen“, sagt er. Außerdem habe man einen Brief geschrieben und sich in aller Form entschuldigt. Auch wolle man die Probenahme bezahlen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/cheops-pyramide-deutsche-hobbyforscher-kratzen-proben-von-der-decke-a-934939.html

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Bild oben: Die Cheops-Pyramide

Stefan Erdmann schreibt auf seiner Webseite

Seit November 2013 stehe ich, gemeinsam mit dem Experimentalarchäologen Dr. Dominique Görlitz, wegen unserer im April 2013 durchgeführten Untersuchungen in der Großen Pyramide von Gizeh im Kreuzfeuer einer häufig alles andere als fairen und ausgewogenen Berichterstattung internationaler Medien.

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Bild oben: Die Pyramiden von Gizeh, von Süden gesehen; im Vordergrund die drei kleinen Königinnenpyramiden, dahinter die Pyramide des Mykerinos, in der Mitte die des Chephren und rechts die des Cheops („Große Pyramide“)

In Kairo sind wir – Dr. Görlitz und ich – gemeinsam mit sechs ägyptischen Staatsbürgern und unserem deutschen Kameramann am 11. November zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, ohne dass uns bzw. unseren Anwälten bis heute (10. Dezember 2014) mitgeteilt wurde, was genau uns eigentlich vorgeworfen wurde. Da wir und alle anderen Verurteilten in Kairo gegen dieses uns völlig unverständliche Urteil Berufung einlegen werden, ist auch das dortige Verfahren noch nicht beendet, und ich werde Sie hier in der Rubrik „Der ‚Cheops Skandal'“  fortlaufend über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Fakt ist:

An dieser Stelle möchte ich noch einen anderen Aspekt klar stellen: Die von Dominique Görlitz und mir im April 2013 durchgeführte Untersuchung hatte keineswegs zum Ziel, die gängigen Altersangaben zur Großen Pyramide zu widerlegen, sondern es ging dabei um die Klärung von Fragen zu den technologischen Hintergründen ihrer Erbauung und ursprünglichen Verwendung, insbesondere aber um die Untersuchung rätselhafter dunkler Verkrustungen an der Decke der so genannten Königskammer (Abb. 3), die von mir bereits 2006 festgestellt wurden. Mir – und erstaunlicher Weise auch Dominique Görlitz – wird in diesem Zusammenhang immer wieder angedichtet, wir hätten beweisen wollen, das Bauwerk sei von Atlantern erbaut worden und nicht von den Ägyptern. Dies ist völlig unzutreffend.

Eine interessante These
 
Zutreffend ist, dass ich persönlich bezweifele, dass Cheops der Erbauer der Großen Pyramide war – was im Übrigen auch viele andere Forscher und Wissenschaftler tun. Es ist zudem richtig, dass ich davon ausgehe, die Große Pyramide sei ursprünglich nicht als Begräbnisstätte errichtet worden, sondern als technisches Bauwerk, in dem Wasser eine zentrale Rolle gespielt hat. Durch meine wissenschaftlichen Untersuchungen in den vergangenen Jahren konnte ich den Nachweis erbringen, dass in dem unteren Bereich der Großen Pyramide, der sogenannten „unvollendeten Kammer“ über längere Zeiträume Wasser geflossen sein muß. Dieser Befund widerspricht massiv der Theorie, die Große Pyramide sei als Grabmal geplant und gebaut worden.

Quelle: http://www.erdmann-forschung.de/themen/%C3%A4gypten/der-cheops-skandal/?mobile=1

Veröffentlicht von Aufgewacht

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3 Gedanken zu “Der Cheops Skandal

  1. Hm…da ist man etwas zwiegespalten…natürlich soll nicht jeder Hobbyarchäolge da irgendwo „rumkratzen“…aber wenn keiner neue Thesen überprüft…wie soll man denn dann zu Lösungen kommen…aber die Folge davon ist ja wohl sowas von überspitzt…da steckt doch mehr dahinter als nur „etwas Farbe abkratzen“??

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