Nan Madol

Nan Madol ist eine Ruinenstadt vor Temwen Island, einer Nebeninsel von Pohnpei im Archipel der Karolinen (politisch Föderierte Staaten von Mikronesien). Sie wurde auf 92 künstlich angelegten, im Mittel Fußballfeld-großen Inseln auf einem Korallenriff errichtet. Nan Madol war keine Stadt im heutigen Sinne, sondern primär ein abgegrenztes Ritualzentrum und Wohnstätte einer politisch-religiösen Elite.

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Bild oben: Karte von Nan Madol

Info:
Die heute sichtbare Gesamtanlage besteht aus 92 künstlich errichteten und befestigten Inseln, die sich auf einer Fläche von rund 80 ha verteilen. Man unterscheidet zwei Hauptteile, die durch einen seichten, aber breiten Tidenkanal getrennt sind.
Es ist davon auszugehen, dass die Stadt systematisch und im Ganzen geplant wurde, denn einzelne Bauperioden lassen sich nicht unterscheiden.

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Bild oben: Nan Madol, Nandauwas – Tor in der Mauer des südlichen Innenhofes

John Macmillan Brown

Oxford-Professor John Macmillan Brown,  Forschungsweltreisender und einer der großen Gelehrten Neu Seelands, Gründer die „University of Canterbury“ von Christchurch, anno 1924 in „The Riddle of the Pacific“: „Beim südöstlichen Riff von Ponape gibt es eine zyklopische Ruine; da sind große Gebäude mit einer Grundfläche von insgesamt elf Quadratmeilen errichtet worden, auf quadratischen oder rechteckigen künstlich geschaffenen Inselchen. Das Verschiffen über das Riff bei Flut und das Hochzerren dieser gewaltigen Blöcke, wovon viele bis zu fünfundzwanzig Tonnen wiegen, bis in eine Höhe von zwanzig Metern, muss den Einsatz von Zehntausenden von gut organisierten Arbeitern bedeutet haben. Und die müssten alle gekleidet und ernährt worden sein.“

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Bild oben: Nan Madol – Mauerwerk aus Basaltsäulen

Das aber, so der Gelehrte, war eigentlich unmöglich: Für zehntausende Arbeiter war kein Platz. Zehntausende konnten nicht hinreichend ernährt werden. So viel Nahrungsmittel konnten auf dem kleinen Eiland gar nicht produziert werden. Und selbst wenn die Arbeitssklaven kärglichst verköstigt wurden, so hätten sie doch unübersehbare Spuren hinterlassen müssen. Selbst wenn sie in armseligsten Behausungen vegetiert hätten, derlei große Ansiedlungen verschwinden nicht spurlos.

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Bild oben: Nan Madol

Fazit: Um die Bauten von Nan Madol zu verwirklichen, wären Zigtausende von Arbeitern erforderlich gewesen. Ein auch nur annähernd großes Heer von Arbeitern hat es aber auf Nan Madol nie gegeben. Also dürfte es eigentlich die Anlagen von Nan Madol gar nicht geben. Sie existieren aber. Professor Macmillan Brown: „Es ist eines der großen Wunder der Südsee!“

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nan_Madol

Veröffentlicht von Aufgewacht

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3 Gedanken zu “Nan Madol

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