Gehirn im Tank

In diesem Beitrag geht es um eine Philosophie ,die mit Hilfe eines Experiment herbeigeführt werden soll.Anerkannte Wissenschaftler haben eine  geteilte Meinung darüber.Einige sagen dies sei möglich andere wiederum sagen so ein Experiment kann nicht funktionieren.

                     Hauptteil

Das Gehirn in einem Bottich auch  bekannt unter das Gehirn in einem Glas (englisch brain in a vat) ist ein Gedankenexperiment, bei dem es darum geht, unsere Vorstellungen von Wissen, Realität, Wahrheit, Bewusstsein und Bedeutung herauszuarbeiten bzw durchdenken.

Info:
Im deutschsprachigen Raum, Wissenschaftler,Medien etc ist das Experiment bekannt unter:
Das Gehirn im Tank

Info:

Ein Gedankenexperiment betrachtet eine Hypothese, eine Theorie  oder ein Prinzip zum Denken durch seine Konsequenzen. Angesichts der Struktur des Experimentes kann es sein oder auch nicht möglich sein. Es wird dabei gedanklich eine Situation konstruiert, die real so nicht oder nur sehr schwer herzustellen ist

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Bild oben: Grafische Darstellung des Gedankenexperiments Schrödingers Katze: quantenmechanisch gesehen kann sie demnach gleichzeitig tot und lebendig sein.

                      Kapitel 1

    Das Gehirn in einem Glas

Mit Hilfe eines Computers, welcher ein Gehirn künstlich mit elektrischen Impulsen versorgt, so wie es ein realer Körper tun würde. Es ist eine aktualisierte Version von Hindu-Maya-Illusion, Platons Allegorie der Höhle, Zhuangzis „Zhuangzi träumte, er sei ein Schmetterling“ und der böse Dämon in René Descartes ‚Meditationen über die erste Philosophie.

Die zentrale Frage ist, ob das Gehirn feststellen kann, ob es in einer realen Umgebung, also einem realen Körper, oder in einer simulierten Realität steckt.

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Bild oben: Ein Gehirn in einem Bottich, das glaubt, es geht.

Das Experiment stammt von Gilbert Harman im Jahr 1973.

Info:
Im Jahr 2005 wurde Gilbert Harman in Paris mit dem Jean-Nicod-Preis ausgezeichnet und in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Info:

Die älteste bekannte Beschreibung (Gedankenexperiment) Gehirn im Tank ist der Roman „The Affair of the Brains“ von Anthony Gilmore aus dem Jahr 1932

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Bild oben: Im Gehirn vorgestellte Realität und tatsächliche Realität stimmen in diesem Gedankenexperiment nicht überein.

                         Kapitel 2

 Die Philosophie von René Descartes

In seinen Meditationen aus dem Jahr 1641 über die erste Philosophie vermutet René Descartes,dass die Existenz eines bösen Dämons, eine Person, die „so klug und betrügerisch, wie er mächtig ist, der seine ganze Anstrengung geleistet hat, um mich zu täuschen. “
Der böse Dämon stellt eine vollständige Illusion einer äußeren Welt, einschließlich anderer Gedanken,
wo es keine solche Existenzwelt gibt.

                          Kapitel 3

Das Gehirn-im-Tank-Szenario wird als Argument für Skeptizismus und Solipsismus verwendet. Eine einfache Version der Argumentation ist diese: Da das Gehirn im Tank exakt die gleichen Impulse sendet und empfängt, als wenn es sich in einem Kopf befände, und da diese seine einzige Verbindung zur Außenwelt sind, ist es aus der Perspektive des Gehirns unmöglich zu sagen, ob es sich in einem Kopf oder in einem Tank befindet.

                       Kapitel 4

           Human Brain Project

Das Human Brain Project (HBP) bestehend seit 2013 ist ein Großprojekt der Europäischen Kommission, welches das gesamte Wissen über das menschliche Hirn zusammenfassen und mittels computerbasierten Modellen und Simulationen nachbilden soll. Als Ergebnis werden neue Erkenntnisse über das menschliche Hirn sowie neue Computer- und Robotertechnologien erwartet. Vorarbeiten lieferte das Blue Brain-Projekt.
Am Projekt-Consortium sind über 110 europäische und internationale Forschungseinrichtungen und Firmen beteiligt. Zusätzlich beteiligen sich mehr als 20 „Collaborating Partners“, die keine Mittel aus dem Projektbudget erhalten. Das HBP ist in 13 Subprojekte (SP) aufgeteilt.Wikipedia

         Brain Activity Map Project

Das Brain Activity Map Project oder BRAIN Initiative  ist ein US-amerikanisches neurowissenschaftliches Großforschungsprojekt und wurde von der Obama-Administration am 2. April 2013 angekündigt, zur Kartierung des Gehirns des Menschen. Ziel ist die Erfassung der Aktivität seiner sämtlichen geschätzt 100 Milliarden Nervenzellen.Wikipedia

                    Kapitel 5

                      Medien

Die Zeit veröffentlichte einen Artikel am 2. August 1996 mit der Überschrift:

Wer weiß, ob die Wirklichkeit wirklich wirklich ist?

* Klammheimlich hat gestern ein boshafter Spaßvogel in Ihren Nachttrunk ein geschmacksneutrales Narkotikum gestreut, das direkt nach dem Einschlafen zu wirken begann. Sie waren allein zu Hause, und so konnte niemand Alarm schlagen, als eine Bande von Chirurgen in Ihr Schlafzimmer einstieg, sich Ihres bewußtlosen Körpers bemächtigte und ihn in den Keller ihrer Klinik verschleppte. Die Chirurgen verloren keine Zeit. Sie sägten Ihren Schädel auf, um an Ihr Gehirn heranzukommen, das sie behutsam aus seiner Schale lösten und sogleich in eine Nährlösung gleiten ließen, damit es nicht absterbe. Dann begann die Fummelarbeit. Die Ärzte identifizierten jede einzelne Nervenbahn, durch die Ihr Gehirn bis gestern mit Ihrem Restkörper Informationen ausgetauscht hatte: Sehnerven, Nerven für akustische Reize aus dem Gehör, aber auch Nerven, durch die das Hirn Steuersignale zur Bewegung seines Exkörpers gesandt hatte. Alle diese (bei der Operation durchtrennten) Nervenstränge verbanden die Doktoren mit einem Computer, in den sie zuvor mit Akribie sämtliche Fakten über Ihr Haus, Ihre Familie, Ihren Job und so weiter eingespeist hatten und in dem überdies ein geniales Programm zur Simulation von Nervenimpulsen geladen war. Als endlich die Wirkung des Narkotikums nachließ, starteten die Ärzte den Computer, und so meinten Sie, aus einem traumlosen Schlaf aufzuwachen. Der Simulationscomputer sorgte zuverlässig für den Anschein von Normalität. Er simulierte das Strecken Ihrer Glieder, den Kälteschock unter der Dusche, den Geruch Ihres Morgenkaffees und das leise Surren Ihres Computers, an dem sie sich jetzt sitzen und lesen wähnen . . .

* Doch das simulierte Idyll trügt. In Wirklichkeit ist Ihnen von Ihrer gestrigen Existenz nur das Gehirn geblieben; es schwimmt in einem Tank mit Nährflüssigkeit herum. Und bei Ihnen zu Hause dampft nicht der Frühstückskaffee. Vielmehr durchstöbert die Kripo Ihre Küche nach den Spuren der Entführer, und zwar genau jetzt!

* Haben Sie irgendeine Chance herauszufinden, ob unsere kleine Geschichte erfunden ist? Können Sie wissen, daß Sie kein körperloses Gehirn im Tank sind, sondern daß Sie Hand und Fuß haben und soeben eine InternetZeitung lesen? Die Antwort auf diese Fragen ist negativ: Keine denkbare Beobachtung kann ausschließen, daß sie perfekt simuliert ist. Reden Sie sich nicht damit heraus, daß unsere Computer noch zu lahm wären, um die nötigen Simulationen in Echtzeit durchzurechnen! Denn wer garantiert Ihnen, ob nicht irgendwelche Genies gerade gestern ihre geheime Arbeit an einem nie dagewesenen Supercomputer abgeschlossen haben? Unsere Geschichte ist theoretisch denkbar; das genügt.

* Treiben wir die Sache zum Ärgsten. Vielleicht ist Ihr Gehirn nicht erst gestern in den Tank geraten, sondern steckte von Anbeginn in dieser traurigen Lage? Dann hätten Sie niemals einen eigenen Körper gehabt. Und vielleicht befinden sich Tank, Gehirn und Computer gar nicht im Keller einer irdischen Klinik. Sie könnten ja auch irgendwo im Andromedanebel herumschweben, weit, weit weg von unserem Sonnensystem. Wie, wenn es die Erde gar nicht gäbe? Dann wären Sie das einzige denkende Wesen überhaupt! Wer denn in diesem Fall den Simulationscomputer programmiert haben soll? Nun, die ganze Konfiguration könnte doch durch einen gigantischen Zufall entstanden sein: unwahrscheinlich, zugegeben – aber theoretisch denkbar. Oder?

Nicht denkbar, behauptet der amerikanische Philosoph Hilary Putnam aus Harvard. Er hat einen raffinierten, verwirrenden und völlig neuartigen Beweis gefunden, um den sich die Fachwelt seit fünfzehn Jahren zankt. Der Streit ist leicht erklärlich. Hätte Putnam recht, so wäre dies eine philosophische Sensation historischen Ausmaßes. Seit Beginn der Neuzeit ist es den Philosophen nicht gelungen, darzutun, daß wir genuines Wissen über unsere äußere Umgebung erzielen können. Die Krankheit heißt cartesischer Skeptizismus, und sie verläuft so: Wir können nicht ausschließen, daß wir stets träumen oder dauernd von einem bösen Dämon getäuscht werden – oder daß wir seit jeher ein Gehirn im Tank sind. Also können wir auch nicht wissen, daß wir, genau jetzt, wirklich im Internet lesen. Also können wir überhaupt nichts über die Welt um uns herum wissen. Diese skandalöse Konklusion wäre abgeschmettert, wenn Putnams Beweis gegen die Gehirne im Tank funktionierte und wenn er sich auf die anderen beiden skeptischen Hypothesen, die von René Descartes stammen, übertragen ließe: auf ewige Träume und arglistige Dämonen.

Hinweis:

Gehirn im Tank

Für nähere Informationen sind die englischen und französischen Seiten aus Wikipedia hilfreich.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gehirn_im_Tank

Quelle: http://www.zeit.de/1996/32/putnam.txt.19960802.xml

Veröffentlicht von Aufgewacht

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2 Gedanken zu “Gehirn im Tank

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