Industrie 4.0  Revolution der Zukunft

  
Wenn in Zukunft Roboter unsere Jobs machen, wovon leben dann wir? 

Roboter stehen längst nicht mehr nur in Fabrikhallen, sondern finden ihren Weg zunehmende auch in den Dienstleistungssektor: Maschinen ersetzen Hotelangestellte. Selbstfahrende Autos machen Taxifahrer überflüssig. Computeralgorithmen erledigen die Aufgaben von Sachbearbeitern ohne menschliches Zutun.

Eine viel beachtete Studie aus Oxford kommt zum Schluss, dass in den nächsten zwei Dekaden rund die Hälfte aller derzeitigen Jobs in den USA der Automatisierung zum Opfer fallen wird. Dass das in der Schweiz nicht anders sein wird, ist wenig überraschend und belegt eine Untersuchung der Unternehmensberatung Deloitte. Auch hochqualifizierte Arbeitsplätze sind bedroht. So beträgt beispielsweise die Automatisierungs-Wahrscheinlichkeit für Buchhalter 94 und Kreditanalysten 98 Prozent.
Das wird drastische Folgen haben, für die Entlassenen selbst, aber auch für den Sozialstaat. Denn wer soll für die zusätzlich entstehenden Sozialkosten aufkommen, wenn die Hälfte der Bevölkerung arbeitslos ist? Eine Antwort könnte lauteten: die Roboter.
Wenn die Maschinenwesen schon unsere Jobs wegnehmen, dann sollen sie zumindest auch Steuern zahlen. Der Vorschlag einer Roboter-Steuer verschafft sich immer mehr Gehör: Mittlerweile beschäftigt sich sogar die EU damit. Eine parlamentarische Kommission hat bereits einen Gesetzesentwurf verfasst. Sie schlägt vor, Roboter als «elektronische Personen» zu behandeln und deren Eigentümer dazu zu verpflichten, für sie Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. So soll das Loch gestopft werden, das eine befürchtete Massenentlassung in die Staatskasse reisst.
Für eine Robotersteuer machen sich namhafte Vertreter stark wie etwa der österreichische Bundeskanzler Christian Kern oder der Chef der Deutschen Post, Frank Appel. In der Schweiz sympathisiert der Genfer Rechtsprofessor Xavier Oberson mit dem Vorschlag. Eine Besteuerung von Robotern klinge zwar utopisch, sei aber durchaus zu prüfen, sagt er. Und auch Oliver Bendel, der sich an der Fachhochschule Nordwestschweiz mit Maschinenethik beschäftigt, findet: «Wenn die Robotersteuer dazu beiträgt, die Gewinne gerecht zu verteilen, auch an diejenigen, die wegen der Roboter entlassen werden, kann man über eine Einführung nachdenken.»

Industrie 4.0


Bild oben: 
Industrielle Revolutionen und Zukunftssicht

* Mit der Bezeichnung „Industrie 4.0“ soll das Ziel zum Ausdruck gebracht werden, eine vierte industrielle Revolution einzuleiten.

Hinweis: 

Am 14. April 2013 wurde auf der Hannover-Messe der Abschlussbericht mit dem Titel Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 des Arbeitskreises Industrie 4.0 vorgelegt. Der Arbeitskreis stand unter dem Vorsitz von Siegfried Dais (Robert Bosch GmbH) und Henning Kagermann (acatech).

Die zuständige Promotorengruppe der Forschungsunion blieb auch nach Vorlage des Berichtes noch aktiv, so u. a. in der Arbeitsgruppe Industrie 4.0 der gleichnamigen Plattform Industrie 4.0, einem Zusammenschluss der Branchenverbände Bitkom, VDMA und ZVEI. Die Plattform Industrie 4.0 wurde seitdem weiter ausgebaut und steht inzwischen unter der Leitung der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Plattform ist die Weiterentwicklung des Begriffes der Industrie 4.0 im Dialog von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen, Wissenschaft und Politik

Info: 

Plattform Industrie 4.0

Sitz: Berlin

Leitung der Plattform:  Deutsche Telekom AG, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.; IG Metall, SAP SE, Fraunhofer Gesellschaft, Siemens AG, Festo Ag
Die Plattform Industrie 4.0 ist 2013 als ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände BITKOM, VDMA und ZVEI gegründet wurden, zur Weiterentwicklung und Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 der Hightech-Strategie der Bundesregierung. 2015 wurde die Plattform erweitert und Akteure aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik einbezogen. Der Fokus der Arbeit der Plattform liegt darin die Expertise im Bezug auf Industrie 4.0 zu bündeln und deutschen Unternehmen, insbesondere dem Mittelstand zur Verfügung zu stellen.
Ziel ist es, den traditionellen Kern der deutschen Industrie mit seiner international herausragenden Position zu verteidigen und auszubauen.

Bild oben:  Industrie 4.0

* *  Industrie 4.0 ist ein Organisationsgestaltungskonzept, das aus vier grundlegenden Organisationsgestaltungsprinzipien besteht. Diese Prinzipien unterstützen Unternehmen bei der Identifikation und Implementierung von Industrie-4.0-Szenarien.

* Vernetzung: Maschinen, Geräte, Sensoren und Menschen können sich miteinander vernetzen und können über das Internet der Dinge oder das Internet der Menschen kommunizieren.

* Informationstransparenz: Sensordaten erweitern Informationssysteme digitaler Fabrikmodelle, um so ein virtuelles Abbild der realen Welt zu erstellen.

* Technische Assistenz: Assistenzsysteme unterstützen den Menschen mit Hilfe von aggregierten, visualisierten und verständlichen Informationen. So können fundierte Entscheidungen getroffen und auftretende Probleme schneller gelöst werden. Außerdem werden Menschen bei anstrengenden, unangenehmen oder gefährlichen Arbeiten physisch unterstützt.Dezentrale Entscheidungen:

* Cyberphysische Systeme sind in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen und Aufgaben möglichst autonom zu erledigen. Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Störungen oder Zielkonflikten, überträgt es die Aufgaben an eine höhere Instanz.

Wie bei jeder Veränderung im Leben, bringt die Industrie 4.0 zahlreiche Vor- und Nachteile mit sich. Wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten 20 Jahren wirklich verändern wird, müssen wir größtenteils abwarten. US-amerikanische Ökonomen sehen durch die Maschinen ein Wachstum der Wirtschaft und damit steigenden Wohlstand voraus..Das Problem allerdings sei, dass dieser ungerecht verteilt wird. In den USA werden in der Industrie und Politik daher bereits ganz neue Aspekte der sozialen Umverteilung diskutiert, das Unternehmen McAfee fordert gar ein generelles Grundeinkommen. In Deutschland ist die Diskussion noch nicht so weit vorangeschritten. Verdi fordert derzeit die Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Die Studie der Telekom über das Arbeiten im digitalen Zeitalter kam zu dem Schluss: Die Digitalisierung sei kein „laues Lüftchen, sondern ein Sturm“. 

Bild oben: Vollautomatisierte Modellfabrik an der Universität Kassel

Noch ist die Arbeitswelt ohne Menschen kaum vorstellbar. Doch manche Jobs wird es in Zukunft nicht mehr geben – sie werden von Robotern und Automaten ersetzt.Intelligente Maschinen können inzwischen auch Hotelgäste empfangen, Versicherungen verkaufen, selbständig Texte schreiben oder sogar Chef sein.  Eine Studie der Universität Oxford zeigt, welche Berufe jetzt schon gefährdet sind.

Kredit-Sachbearbeiter:

Ihr Job wird durch Computer und Algorithmen ersetzt. Die Programme können kreditwürdige Kunden identifizieren – und über die Kreditvergabe entscheiden.

Rezeptionisten:

„Guten Tag“ sagen und einen Zimmerschlüssel aushändigen? Das können Roboter locker.

Anwaltsgehilfen:

Sie wühlen sich durch Berge von Dokumenten, um einen Prozess vorzubereiten und Beweismaterial zu sichten. Computerprogramme erledigen diese Jobs immer besser. Die Lesearbeit wird automatisiert.

Verkäufer im Einzelhandel:

In Japan verkaufen Roboter bereits Kaffeemaschinen. Der Trend wird – zusammen mit dem Online-Shopping – viele Laden-Verkäufer den Job kosten.

Taxifahrer und Chauffeure:

Autos fahren in Zukunft von alleine, eigentlich können sie es bereits jetzt. Was noch fehlt: Entsprechende Gesetze, die das fahrerlose Fahren auch erlauben.

Kritik: 

** Industrie 4.0 sei ein Frontalangriff auf unseren Wohlstand, die Auswirkungen auf den Mitarbeiter würden nicht diskutiert und die erwarteten Produktivitätssteigerungen seien auch mit Lean erreichbar, sagt Prof. Syska im Interview mit Produktion.

** Kann man eine industrielle Revolution ausrufen? Geht es bei der Entwicklung „Industrie 4.0“ überhaupt um eine industrielle Revolution im klassischen Sinne? Und wenn man sie schon ausruft und zur Initiative macht, fördert es die Entwicklung dann auch tatsächlich? Um den Begriff „Industrie 4.0“ sammelt sich eine Menge Kritik. Die betrifft sowohl die Wahl des Begriffes, als auch die Klassifikation als industrielle Revolution und den Nutzen der von der Regierung gegründeten Initiative zur Förderung und Realisierung von Industrie 4.0. Stellen wie Begriff und Initiative also für einen Artikel auf den Prüfstand.

Quelle:http://www.lead-conduct.de/2016/03/07/industrie-4-0-eine-kritik/

Quelle:https://www.produktion.de/trends-innovationen/prof-syska-4-0-ist-am-menschen-vorbeientwickelt-128.html

Quelle:https://de.m.wikipedia.org/wiki/Industrie_4.0

Veröffentlicht von Aufgewacht

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4 Gedanken zu “Industrie 4.0  Revolution der Zukunft

  1. die industrie 4.0 kann auch nur funktionieren, wenn strom fließt und keine spyware im system arbeitet.

    eine vision in die zukunft
    der mensch sitzt zuhause am laptop und bestellt lebensmittel wie auch dinge des täglichen bedarfs nur noch online.
    arbeit wird im homeoffice erledigt.
    wenn mensch freizeit haben will doch kein geld zum verreisen, wird die vr brille aufgesetzt.
    man lebet praktisch nur noch in seinen vier wänden.
    krankheiten heilt der teledoktor.
    sport wird auf dem heimgerät gemacht.

    es wird so kommen, davon bin ich überzeugt.
    damit wird jeglicher widerstand gegen das system im keim erstickt, quasi hausarrest für die bürger.

    wahrscheinlich könnte auch sein, es ist zu spät für jeglichen widerstand gegen das vorherrschende system.
    das könnten die jungen menschen beantworten.

    Gefällt 1 Person

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